Test: TAF Case – Kamera und Zubehör Koffer – IP67 wasser- und staubdicht

Test: TAF Case – Kamera und Zubehör Koffer – IP67 wasser- und staubdicht

In über 15 Jahren aktiven Fotografierens haben sich bei mir eine Menge Kameras, Objektive, Blitze, Stative und exotisches Fotozubehör angesammelt.

Während die häufig genutzen Teile meist zwischen 2 versch. Fotorucksäcken wechseln, ist der seltener benötigte Rest auf diverse Kisten und Koffer im Keller, sowie Schrankfächer verteilt… oder im Stress unbeabsichtigt in irgendwelchen Schubladen verschwunden…

Gerade beim Verreisen oder für Fototouren mit dem Auto in weiter entfernte Regionen, fehlte mir bisher immer eine Transportlösung, die zum einen den Großteil meines Fotoequipments fasst, ausreichend transportabel und gleichzeitig auch robust genug für Outdoor Trips ist.

Das sollte sich nun ändern und nach tagelanger Web-Recherche fiel meine Wahl auf die Outdoor Foto-Transportkoffer der deutschen Firma TAF Case.

Auf der Suche war ich nach einer kompakteren Lösung für mein Kern-Equipment (primär zum Transport) und einer Lösung, die im besten Fall mein komplettes Equipment fasst (primär zur sicheren Lagerung, jedoch mit Option zum unkomplizierten, sicheren Transport, primär mit dem Auto, bestenfalls auch auf Flugreisen als Aufgabegepäck)

Auf welche TAF Case Fotokoffer meine Wahl am Ende gefallen ist, erfahrt ihr im Review.

TAF Case

Die Aufbewahrungslösungen von TAF CASE scheinen am ehesten im Bereich Angeln und Outdoor, oder Custom-Koffer-Lösungen für DJs, Steuerelemente usw. bekannt zu sein – als Transport- und Aufbewahrungslösung explizit für Fotoequipment war mir die Firma vor meiner Recherche gänzlich unbekannt.

Nach meinen ersten Erfahrungen bin ich der Meinung, dass sich das durchaus ändern sollte.

Aber hierzu mehr im Test-Fazit.

TAF CASE ist Teil der TAF Industriesysteme GmbH, ein innovatives Unternehmen für Förder- und Lagerlösungen (z.B. Förderbänder, Rollbahnen) aus Rottendorf bei Würzburg.

TAF Case Fotokoffer Modelle – Qualität und Features

Da ich unsicher war, welche Größe am Ende sowohl für Lagerung, Transport (auch Outdoor) und Inhaltsvolumen den besten Kompromiss bietet, habe ich mir 4 Modelle bestellt.

Davon waren 3 klassische Fotokoffer mit annähernd ähnlichen Abmessungen und einer ein flacher, langer Koffer, wie man ihn vielleicht auch vom Waffentransport kennt.

Zwei der Modelle hatten zudem Rollen und einen ausziehbaren Trolleygriff.

TAF CASE 501M (mit Rasterschaum) mit Trolleyfunktion – Preis 186,90€
Außenmaße (Länge x Breite x Höhe): 585 x 361 x 238 mm
Innenmaße (Länge x Breite x Höhe): 520 x 290 x 200 mm
Höhe Deckel + Boden: 45 + 155 mm
Volumen: 30,16 l
Gewicht: 5,7 kg

TAF CASE 502M (mit Rasterschaum) mit Trolleyfunktion – Preis 219,90€

Außenmaße (Länge x Breite x Höhe): 604 x 473 x 225 mm
Innenmaße (Länge x Breite x Höhe): 538 x 405 x 190 mm
Höhe Deckel + Boden: 50 + 140 mm
Volumen: 41,4 l
Gewicht: 6,94 kg

TAF CASE 500 (mit Rasterschaum) – Preis 132,90€

Außenmaße (Länge x Breite x Höhe): 555 x 428 x 211 mm
Innenmaße (Länge x Breite x Höhe): 500 x 350 x 194 mm
Höhe Deckel + Boden: 58 + 136 mm
Volumen: 33,95 l
Gewicht: 4,44 kg

TAF CASE 800 (mit Rasterschaum) – Preis 230,90€

Außenmaße (Länge x Breite x Höhe): 850 x 440 x 158 mm
Innenmaße (Länge x Breite x Höhe): 800 x 370 x 140 mm
Höhe Deckel + Boden: 45 + 95 mm
Volumen: 41,44 l
Gewicht: 5 kg

Die wichtigsten Angaben für meine Auswahl waren die Außenmaße, der Innenabstand von Boden zur Deckel-Innenseite, sowie Gewicht und potenzielle zusätzliche Features.

Auf der Website fand sich erfreulicherweise alles, was ich für eine erste Schätzung bezüglich Fassungsvermögen brauchte.

Die TAF CASE Modelle sind allesamt IP67 zertifiziert und haben eine umlaufende Gummidichtung.

Eine IP67-Zertifizierung bedeutet, dass ein Gerät staubdicht und für das zeitweise Eintauchen in bis zu 1 Meter tiefes Wasser für maximal 30 Minuten geschützt ist. Die Zahl 6 steht für den vollen Schutz vor Staub und die Zahl 7 für den Schutz bei zeitweisem Untertauchen.


Das dicke Polypropylen-Copolymer Schalenmaterial wird im Spritzgussverfahren in Form gebracht und sorgt so für ausreichend Stabilität und Widerstandskraft.

Da sowohl Koffer, als auch Scharniere aus stabilem Plastik gefertigt sind, hat Rost hier keine Chance.

Zum Verschließen haben die Koffer massive, ergonomisch geformte Klemmen.

Diese lassen sich gut fassen und auch einhändig bedienen.

Die Kratz- und Stoßfestigkeit wollte ich, zugegebenermaßen, bisher noch nicht auf die Probe stellen – sie wird aber von TAF versprochen.

Auf Flugreisen sorgt ein integriertes, automatisches Druckregelventil für den Ausgleich des Koffer-Innendrucks.

Beim TAF CASE 800 ist das Ventil in das Drehschloss integriert.

Für das Modell mit ausziehbaren Trolleygriff (Case 502M) hatte ich mich entschieden, damit ich flexibler bin, wenn ich mit Koffer und einem oder mehreren Rucksäcken unterwegs sein sollte.

Der Ausziehmechanismus ist simpel aber zuverlässig und lässt sich sicher mit der Raste arretieren.

Damit die Koffer optisch noch etwas mehr hermachen, habe ich beide mit meinem Logo versehen.

Die Flächen des Deckels bieten hier genug Platz und sind glatt genug, damit Beschriftungen gut haften können.

Für perfekte Passgenauigkeit habe ich Würfelschaum-Lagen als Polsterung/Füllung gewählt.

Wenn es hingegen wirklich darum geht so viel wie möglich im Koffer zu verstauen, sind die klassischen gepolsterten Trenner bzw. Inlays vermutlich die bessere Wahl.

Für die benötigte Größe habe ich leider keine vorangepassten Inlays gefunden, für den 503 zB. gibt diese aber.

Wer auf Nummer Sicher gehen will, kann den Koffer auch mit einem Vorhängeschloss sichern – Ösen sind dafür vorhanden.

An Zubehör habe ich für den 502M im Shop noch einen Organizer für den Deckel, sowie ein praktisches Tragesystem (Rucksackhalterung) entdeckt.

Was gilt es im TAF CASE zu verstauen?

Wie eingangs erwähnt, war ich auf der Suche nach einer kompakteren Lösung für mein Makrofotografie Setup plus das wichtigste Zubehör.

Zusätzlich sollte ein Koffer mit mehr Stauraum den Großteil meiner kompletten Fotoausrüstung fassen, um diese vor jeglichen Umwelteinflüssen und optimiert organisiert z.B. im Keller lagern zu können.

Das Makro- und Wildlifefotografie Kern-Setup

Mein quasi “immer dabei” Equipment sind der OM-1 Mark II Body, die 3 Makroobjektive in den Brennweiten 30mm, 60mm sowie das 90mm IS PRO 2:1.

Für weitwinkligere Close-Ups gesellt sich das 12-45mm dazu, während das 50-200 einen moderaten Telebereich abdeckt, um auch auf Makrotouren hier und da Wildlife fotografieren zu können, für mehr Flexibilität um den MC20 2x Telekonverter ergänzt.

Nicht fehlen dürfen natürlich auch der Blitz, in diesem Fall meist der Godox V860III (alternativ V480), Akkus und Diffuser.

Mit diesem Equipment bin ich eigentlich für alle dankbaren Situationen und Motive gut ausgestattet.

Im kleineren TAF CASE 500 war mir, in dem Fall mit 2 Bodies, zu wenig Spiel, während die Ausrüstung im TAF CASE 502 besser passte und noch etwas Platz für weitere kleine Stücke ließ.

Die (fast) komplette Fotoausrüstung

Natürlich finden sich Im Keller und in Regalen noch deutlich mehr Teile, als die hier angegebenen.

Diese werden jedoch so selten genutzt, dass ich sie an anderer Stelle besser aufgehoben sehe – denn auch ein breiter/langer/großer Koffer hat natürlich irgendwo seine Grenzen…

Zum oben gelisteten Kern-Setup kommen hier noch ein weiterer OM-1 II Ersatzbody, das 300mm Tele, die unkaputtbare TG-7, kompakte Festbrennweiten (17mm und 25mm) und weitere Godox Blitze.

Hier war die Auswahl bei den von mir vorausgewählten Koffer Modellen nicht wirklich groß: am Ende musste es das TAF CASE 800 werden, da nur hier nahezu das komplette Equipment untergebracht werden konnte.

Um einschätzen zu können, ob die ganzen Teile passen, habe ich diese vorab auf dem Würfelschaum platziert.

Am Ende habe ich mich dann aber für eine andere Anordnung entscheiden, die mir noch etwas mehr Platz für weitere kleinere Mulden lässt.

Der einzige kleinere Nachteil war, dass ich für die Form der größeren Tele-Objektive konsequent die Blöcke aus beiden Schaumlagen herauslösen musste und sich der Deckel trotzdem nur gerade so schließen ließ.

Hier fehlten mir am Ende einfach 5-10mm.

Dank Schaumstoffschicht im Deckel, bleibt das jedoch ein kleineres Manko und das Equipment ist trotzdem sicher verstaut und hat null Spiel zum wackeln.

Schwache Abdrücke im Deckelschaumstoff zeigen, dass zwar alles eng sitzt, aber nicht zu viel Druck auf dem herausstehenden Equipment lastet.

So findest du den passenden Foto-Koffer

Einen guten ersten Eindruck bekommt man, wenn man sich Breite x Länge des Koffers anschaut und dann die Ausrüstung versucht in diesem Rahmen (auf dem Boden) unterzubringen.

So merkt man recht schnell, ob der Koffer passen könnte, oder ob es eine Nummer größer oder kleiner sein muss.

Für ausreichend Stabilität sollte man darauf achten, die Trennbereiche aus Würfelschaum nicht zu dünn werden zu lassen.

Das kommt natürlich auch auf Form und Größe des jeweiligen Teils an.

Ursprünglich hatte ich vor, immer mindestens 2 Würfel Abstand zwischen den Ausrüstungsteilen zu lassen.

Da ich dann aber merklich weniger Teile hätte unterbringen können, war es am Ende dann meistens doch nur 1 Würfel Abstand.

Gerade bei Teilen mit großem Durchmesser, wie Teleobjektiven, sollte man gut überlegen, ob diese ausreichend Platz haben.

Im Deckel klaut der Pyramidenschaum etwas Tiefe und im Hauptteil kann man im Würfelschaum auch nicht “zu tief graben”, da man ja auch noch eine Polsterung am Kofferboden benötigt..

Mein Fazit zu den TAF Case Foto Koffern

Beide TAF CASE Transportkoffer haben mich auf ganzer Linie überzeugt.

Hier passen für mich Qualität, Leistung und Preis – auch, wenn der Koffer definitiv nicht im Niedrigpreissegment angesiedelt ist.

Meine Fotoausrüstung im Wert von tausenden Euro möchte ich andererseits auch nicht im günstigsten Koffer verstauen.

Mit guter Qualität, Stabilität und Robustheit geht natürlich auch ein gewisses Gewicht einher: die Koffer sind keine Leichtgewichte, insbesondere nicht, wenn die Rollen-Variante mit ausziehbarem Griff gewählt wird.

Ohne diese Features sind die Koffer nochmal merklich leichter.

Vertraue ich darauf, dass meine Kameras und Objektive sicher und gut in den TAF Koffern verstaut sind?

Definitiv, keine Frage.

Für Szenarien, wo ich wirklich einen Großteil der Ausrüstung mitnehmen, aber auf einen Rucksack verzichten muss, sind die TAF Cases genau richtig.

Vielleicht werde ich in der Zukunft auch nochmal die klassischen Foto-Trennwände testen (zumindest im kleineren Koffer), da der Würfelschaumstoff keine wechselnden Sortierungen zulässt.

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